CSC CANNABIS SOCIAL CLUB VEERßEN e.V.
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Cannabis: Anwendung und Darreichungsformen

Cannabis: Anwendung und Darreichungsformen
Generell ist zwischen drei Anwendungsarten zu unterscheiden:
Spray zur Anwendung in der Mundhöhle,
Arzneimittel zum Einnehmen (orale Anwendung), wie z. B. flüssige Cannabisextrakte, als Tropfen, Kapseln oder Cannabis-Tee
Inhalation durch Vaporisieren von gemahlenen Blüten
Durch die unterschiedlichen Darreichungsformen ergibt sich jeweils eine unterschiedliche Anwendungsart.


Welche Wirkung hat Cannabistee?
Das Trinken (orale Einnahme) von THC-haltigem Tee ist umstritten. Die Zubereitung ist aufwendig und fehleranfällig.
Die Zubereitung der Cannabisblüten als Tee funktioniert nicht wie bei normalem Tee. Wichtig zu verstehen, ist, dass in den Blüten zum größten Teil nur die Vorstufen der wirksamen Cannabinoide vorliegen. Um sie in die aktive Form zu überführen, müssen die Blüten erhitzt werden – nicht zu hoch, damit sie nicht verbrennen und nicht zu niedrig, da die Reaktion sonst nur unvollständig abläuft. Dieser chemische Vorgang nennt sich Decarboxylierung.
Cannabistee zubereiten
Üblicherweise werden Cannabisblüten in einem Ansatzverhältnis von 1 Gramm Blüten auf 1 Liter in kochendem Wasser 15 Minuten am Sieden gehalten und anschließend abgeseiht. Der Tee kann mit Honig oder Zucker gesüßt werden.
Wie viel Gramm Cannabisblüten bei der Zubereitung eines Tees verwendet werden sollten. Es ist ratsam, zunächst mit einer sehr kleinen Menge Blüten zu beginnen und die Dosis gegebenenfalls zu steigern nach bedarf.
Der Cannabistee sollte getrunken werden, solange er noch heiß ist, da sich dann die Wirkung am besten entfaltet. Falls er über den Tag verteilt getrunken werden soll, kann er auch in einer Thermoskanne aufbewahrt werden. Die Wirkung tritt in der Regel 90 Minuten nach der Einnahme ein.


Cannabis inhalieren: Verdampfen statt Cannabis rauchen
Viele Menschen denken noch immer, dass das Rauchen eines Joints den besten Wirkungseffekt von Cannabis hat. Doch das stimmt nicht. Nicht nur, dass Konsumierende beim Rauchen die Lunge schädigen (insbesondere das Vermischen mit Tabak erhöht die Schädlichkeit). Zudem verbrennen die „guten“ Inhaltsstoffe der Cannabisblüten, die Cannabinoide, ohne dass sie ihre beabsichtigte Wirkung voll entfalten können. Am risikoärmsten beim Inhalieren von Cannabis sind daher Verdampfer, da
sie ohne Tabak verwendet werden und daher die Lunge schonen
die Wirkstoffe der Cannabispflanze, die Cannabinoide, nicht bei zu hohen Temperaturen verbrennen und wirkungslos werden
weniger Cannabisblüten benötigt werden, um die erwünschte Wirkung zu erzielen
Patientinnen und Patienten wird immer dazu geraten, ihre Blüten zu verdampfen, wenn im begründeten Einzelfall Cannabisblüten zur Therapie eingesetzt werden. Die Verdampfer erhitzen die Blüten auf eine bestimmte Temperatur und dieser Dampf wird dann inhaliert. Dieser kalte Cannabisdampf ist voller Wirkstoffe, deren Effekte bereits nach wenigen Minuten einsetzen.


Cannabiskekse: Kann man Cannabis tatsächlich essen?

Grundsätzlich sollten die getrockneten Blüten nicht einfach so gegessen werden, da sie dann keinerlei Wirkung entfalten. Es ist jedoch tatsächlich möglich, Cannabis zu essen: in Form sogenannter Edibles. Das ist der Ausdruck für Lebensmittel, denen THC-haltiges Cannabis in Form von Wirkstoffkonzentraten, Cannabisbutter oder Cannabisöl beigefügt wurde.
Zu den meist verzehrten Edibles gehören Kekse, Brownies oder anderes süßes Gebäck. Bekannt sind sie beim Freizeitkonsum unter den Bezeichnungen Cannabis Cookies, Space Cookies oder auch Haschkekse.
Nicht nur Freizeitkonsumierende nutzen Edibles. Auch manche Cannabispatientinnen oder -patienten verwenden Cannabiskekse. Allerdings müssen sie dafür selbst backen, da in Deutschland bislang keine Edibles durch die Bundesopiumstelle – zur Verschreibung durch Ärztinnen oder Ärzte – erlaubt sind. Diese Anwendung ist daher weder für den medizinischen noch für den Freizeitgebrauch empfehlenswert.
Edibles: Verzögerter Wirkeintritt verleitet zur Überdosierung
Ein häufiges Problem bei der Anwendung von Edibles ist, dass sie leicht überdosiert werden können, da die Effekte verzögert eintreten. Während die Wirkung bei der Inhalation von Cannabis bereits nach Minuten erfolgt, kann es bei Edibles mindestens eine halbe Stunde dauern. Erst etwa drei Stunden nach Konsumbeginn tritt der Wirkhöhepunkt ein und kann bis zu zwölf Stunden andauern. Eine kontrollierte Dosierung ist also schwierig.
Laut einer Studie aus den USA verleitet der verzögerte Wirkeintritt von Edibles zu einer Überdosierung, denn wer zu früh denkt, die Wirkung würde nicht ausreichen, und infolgedessen mehr Edibles verzehrt, kann leicht überdosieren. Eine Forschungsgruppe hat sich über 10.000 Cannabisnotfälle in einer Notaufnahme angesehen und zwischen Kiffern und Edible-Konumierenden verglichen. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die Konsumierenden mehr Edibles gegessen hatten, da die Wirkung nicht so schnell eintrat wie gewünscht. Zudem wiesen die Expertinnen und Experten auf die Besonderheiten in der Verstoffwechselung im Körper hin. THC (Tetrahydrocannabinol) ist als Wirkstoff gut fettlöslich. Das lässt vermuten, dass ein Teil der eingenommenen Dosis über den Fettstoffwechsel den schnellen Abbau in der Leber umgeht.
Die Forschenden warnen daher, dass Konsumierende ein höheres Risiko für Überdosierungen bei verzehrtem Cannabis haben. Die Einnahme von Edibles scheint auch häufiger Notfälle mit psychiatrischen Symptomen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach sich zu ziehen, so die Vermutung der Expertengruppe.

Auszug von der Barmer